Filmtipp: Die Lückenschließer - Osteuropäische Arbeitskräfte als Motor für unsere Wirtschaft

von

Arte

Jedes Jahr kommen gut 500.000 Saisonarbeiterinnen und -arbeiter aus Rumänien und Bulgarien zum Arbeiten nach Westeuropa. Ohne sie wären die Bauern aufgeschmissen. Auch auf Deutschlands Baustellen ist jeder vierte Arbeiter Osteuropäer und in Krankenhäusern, im IT-Bereich und anderen Branchen schließen Fachkräfte aus Osteuropa die Lücken auf den Arbeitsmärkten. Fachleute bestätigen, dass die deutsche Wirtschaft seit Jahren erheblich von dieser Wanderbewegung profitiert. Doch was bedeutet das für die Heimatländer?

In Rumänien und Bulgarien hat die Abwanderung von Fachkräften in vielen Bereichen drastische Folgen. Um den Mangel auf dem Bau aufzufangen, vergibt Rumänien inzwischen beispielsweise Arbeitsvisa an asiatische Bauarbeiter, damit überhaupt noch gebaut werden kann und die Infrastruktur nicht völlig zum Erliegen kommt. Weil so viele Mediziner*innen nach Westeuropa ausgewandert sind, müssen in der Pandemie sogar Ärztinnen und Ärzte aus dem Ruhestand zurückgeholt werden und so leitet in Bulgarien eine 82-jährige eine Corona-Station.

Die Dokumentation von Jens Niehuss geht anhand von Fallbeispielen der Frage nach, wer die Gewinner und wer die Verlierer der Arbeitsmigration von Ost- nach Westeuropa sind.

Hier geht es zum Film.

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