Welttag für menschenwürdige Arbeit

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Am Welttag für menschenwürdige Arbeit treten Gewerkschaften öffentlich für die Herstellung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen ein. Der Aktionstag wurde 2006 vom Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) als internationaler Tag für Gute Arbeit ins Leben gerufen.

Um weltweit für menschenwürdige Arbeit zu kämpfen, hat der IGB seit 2008 alljährlich den 7. Oktober als Welttag für menschenwürdige Arbeit, auch Tag für Gute Arbeit, ausgerufen. An diesem Tag setzen sich weltweit Menschen für menschenwürdige Arbeit ein, für die Abschaffung von Kinderarbeit, für Schutzrechte am Arbeitsplatz, für gleiche Rechte für Frauen und für Lohngerechtigkeit. Am Welttag für Gute Arbeit machen Gewerkschaften weltweit mobil. Überall beteiligen sich Menschen in Form von Aktionen, Demonstrationen, Flashmobs und Protestbriefen.

BEMA Berlin machte auch 2021 anlässlich des Welttages für menschenwürdige Arbeit mit einer Aktion auf schlechte Arbeitsbedingungen für migrantische und mobile Beschäftigte aufmerksam. In Kooperation mit der IG BAU widmete sich BEMA der Berliner Baubranche und besuchte eine große Baustelle, um dort mit den Bauarbeiter*innen über ihre Arbeitsrechte zu sprechen und sie über die kostenlose mehrsprachige Beratung zu informieren.

Die Baubranche ist besonders anfällig für arbeitsrechtliche Verstöße: Kleinteilige Aufteilung von Aufträgen, intransparente Subunternehmerketten, Preisdruck und kurzfristige Projektlaufzeiten spiegeln sich in den Arbeitsbedingungen wider. Für viele Unternehmen in der Baubranche ist die Anwerbung von migrantischen und mobilen Arbeiter*innen attraktiv, um flexibel zu bleiben und Kosten zu externalisieren. Wiederkehrende Rechtsverstöße, die wir in der Beratung besonders häufig beobachten sind unter anderem: Fehlende Unterlagen (Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen, Anmeldung SOKA BAU), manipulierte Arbeitszeiterfassung, Auszahlung von Urlaub statt Lohn, schlechte Unterbringung.

(Quelle: BEMA)

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