Unionsbürger und Arbeitsmarkt

Für die Dauer von drei Monaten dürfen sich Unionsbürger in allen Mitgliedstaaten der EU, des EWR und in der Schweiz aufhalten, ohne hierfür weitere Voraussetzungen zu erfüllen.

Das Recht zum Aufenthalt von mehr als drei Monaten genießen Unionsbürger, wenn eine der folgenden Voraussetzungen des Aufenthalts im anderen Staat erfüllt ist:

  • Sie sind dort als Arbeitnehmer oder Selbständige tätig, oder
  • sie suchen dort Arbeit – nach sechs Monaten müssen sie aber nachweisen, dass Aussicht darauf besteht, dass sie eine Arbeitsstelle auch finden, oder
  • sie sind nicht erwerbstätig, sowie Studierende oder Auszubildende – dann müssen sie aber über ausreichende eigene Existenzmittel und Krankenversicherungsschutz verfügen, oder
  • sie halten sich bereits seit fünf Jahren im anderen Staat auf – dann sind sie Daueraufenthaltsberechtigte und brauchen weitere Voraussetzungen nicht mehr zu erfüllen.

Damit Angehörige der EU von ihrem Recht auf Freizügigkeit umfassend Gebrauch machen und gute Perspektiven der Integration durch Arbeit entwickeln können, bieten die Bundesagentur für Arbeit sowie die Bundesländer unterschiedliche Förderprogramme für Unternehmen an, die geringqualifizierte Mitarbeiter/innen einstellen bzw. weiterbilden.

Wer geringqualifizierte Mitarbeiter/innen weiterbilden möchte, kann bei der Bundesagentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen für die Dauer einer Weiterbildung einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt beantragen. Mehr Details hier.

 

Eine weitere Fördermöglichkeit, die die Agentur für Arbeit und die Jobcenter bieten, ist der sogenannte Eingliederungszuschuss: Wer als Arbeitgeber ein/e Arbeitnehmer/in einstellt, die arbeitslos war und deren Vermittlung wegen in ihrer Person liegender Gründe erschwert ist, so kann der Arbeitgeber einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt für den Ausgleich der Minderleistung erhalten.
Bei dem Eingliederungszuschuss handelt es sich um eine Ermessensleistung. Der Eingliederungszuschuss wird beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit beantragt. Die Beantragung im Jobcenter erfolgt über die vor Ort zuständige Integrationsfachkraft.

Hinweis: Der Arbeitgeberservice ist deutschlandweit von Montag bis Freitag von 08:00-18:00 Uhr unter der kostenfreien Servicenummer 0800-4-555520 erreichbar.

Weitere Informationen zu alternativen Fördermöglichkeiten im Bereich Weiterbildung und Fortbildung: http://www.foerderdatenbank.de

 

* Aus Gründen der guten Lesbarkeit wird die Zielgruppe der Unionsbürgerinnen und Unionsbürger entweder so oder kürzer in der üblichen sprachlichen Form des generischen Maskulinums „Unionsbürger“ bezeichnet, womit jeweils alle Geschlechter konnotiert sind.

Gefördert durch:  Logos der Förderer